Thema: Holzfarben & Lacke
Referenzobjekt auf Rügen:
Montag, 24.09.2018

Die Ferienanlage „Prora“ mit fast 2.000 neuen Holzfenstern

Den Zuschlag für einen wahren Mammut-Auftrag hat die Essener Firma Müller Holzbearbeitung GmbH erhalten: Sie stattete den ersten von acht jeweils 550 Meter langen Wohnblöcken in der weltgrößten Ferienanlage „Prora“ auf der Insel Rügen mit Holzfenstern aus. Mit dabei: die Beschichtungsprodukte der Induline Premium-Coatings von Remmers.

Vom Massenbauwerk zur hochwertigen Immobilie

An den insgesamt 4,5 km langen Gebäudekomplex, den die Nationalsozialisten einst für mehr als 20.000 Urlauber gebaut hatten, traute sich lange niemand heran. So war in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur die Nutzung des Bauwerks unklar, es fehlte auch ein schlüssiges Sanierungskonzept. Denn die Größe der Aufgabe war für die Verantwortlichen eine besondere Herausforderung. Nur eine industrielle Sanierungslösung erschien realisierbar – das war dem Bauherrn von Block 1, der Irisgerd Immobilien GmbH & Co. Liegenschaften KG aus Berlin, von Anfang an klar. Künftig sollen darin Hotel-Appartements, Eigentumswohnungen und Gewerbebereiche unter einem Dach Platz finden.

Systemprodukte für industrielle Anwendungen

Die industrielle Beschichtung der Holzfenster musste daher einerseits wirtschaftlich und andererseits qualitativ hochwertig sein. Auch auf Langlebigkeit kam es an, wenn man nach dem Einbau der letzten Fenster nicht gleich wieder mit der Sanierung der ersten beginnen möchte. Für die Fenster sowie die Hebe- und Schiebetüren setzte das Essener Unternehmen deshalb auf einen vierstufigen Beschichtungsaufbau mit wasserbasierten Induline-Systemprodukten. Für die Imprägnierung verwendete man Induline SW-900 und ließ der maschinellen Imprägnierung eine Einzelimprägnierung folgen. Das Produkt schützt vor Fäulnis und Bläue, zusätzlich bietet es einen langlebigen Feuchteschutz für das Holz. Als ebenfalls wasserbasierte, lasierende Grundierung kam Induline GW-360 zum Einsatz. Das weiß pigmentierte Systemprodukt enthält einen Filmkonservierer gegen mikrobielle Schädigung. Es haftet gut und durchdringt die Poren des Holzes. Als gut deckende Zwischen- und Endbeschichtung diente Induline DW-691, die im Spritzverfahren aufgebracht wird. Es bringt die natürliche Holzstruktur zur Geltung und verfügt über eine unterstützende Isolierwirkung. Für die industrielle Verarbeitung weist Induline DW-691 zudem eine besonders hohe Prozesssicherheit auf. Außerdem lässt es sich farblich an die Erfordernisse des denkmalgeschützten Gebäudes anpassen. So handelt es sich um eine Sanierung „aus einem Guss“, die dem Charakter der gesamten Anlage Rechnung trägt.